Der Kiwi - Nationaltier mit Charme


Der Kiwi: Nationaltier mit Charme

Kann nicht fliegen, aber drollig durch die Gegend tapsen: Neuseeland hat einen Vogel mit Schmunzelgarantie zum Nationaltier erkoren – dessen Bestand geschützt werden muss.

Ein ungewöhnliches Nationaltier

Keine Frage, der Kiwi ist anders. Anders als andere Vögel und anders als andere Nationaltiere. Fliegen kann er nicht, sein Federkleid besticht nicht durch Farbenpracht (nicht einmal das der Kiwi-Herren) und erinnert eher an einen strähnigen Pelz. Elegante Fortbewegung ist auch nicht so seins, und „Gesang“ schon gar nicht – seine Laute sind dem Grunzen eines Schweines näher als den lieblichen Tönen einer Nachtigall. Dennoch wurde er von der Natur gut ausgestattet: Mit seinen Nasenlöchern (er ist der einzige Vogel, der so etwas besitzt) am Schnabel erschnüffelt er Beute im Erdboden, die seine scharfen Krallen ausgraben. Eine Art Schnurrhaare hilft ihm außerdem beim Ertasten von begehrten Würmern und anderen Leckereien. Der Schnepfenstrauß, wie er auch heißt, kann außerdem schnell laufen – wenn es sein muss, auch ausdauernd.

Das alles macht ihn den Neuseeländern so sympathisch, dass der Kiwi das Nationaltier des Landes ist. Und das, obwohl sie das scheue, nachtaktive Tier gar nicht so oft zu Gesicht bekommen. Die Einwohner sind so stolz auf den Vogel, dass sie sich selbst als „Kiwis“ bezeichnen. Und nicht nur das: Es gibt ein Geldinstitut Kiwibank und die staatliche Rentenkasse heißt Kiwisaver. So possierlich der Kiwi ist, mindestens ein Geheimnis birgt er. Es ist bis heute nicht geklärt, wie es der flugunfähige Vogel nach Neuseeland geschafft hat. Konnte er ursprünglich fliegen, und die Flügel haben sich im Laufe der Zeit zurückgebildet, weil es hier keine Feinde gab, vor denen er in die Lüfte fliehen musste?

Kiwi Schild, Neuseeland Rundreise

Ein bedrohtes Nationaltier

Ursprünglich gab es in Neuseeland keine Säugetiere (mit Ausnahme der Feldermaus) und damit  nur wenig Lebewesen, die den Vögeln gefährlich werden konnten – und so fristete der Kiwi ein recht sorgloses Dasein. Das änderte sich mit den Siedlern, die Neuseeland erreichten – also spätestens ab dem 14. Jahrhundert, als die ersten Maori ankamen. Sowohl sie selbst als auch ihre Hunde, Katzen und Frettchen erkoren den Kiwi zur Beute. Erst seit 1896 ist es verboten, das Tier zu jagen, seit 1921 steht der Vogel unter Naturschutz. Die Kiwi-Population sinkt, Angaben der Organisation „Kiwis for Kiwis“ zufolge, jährlich um zwei Prozent. Opfer insbesondere Küken, nur 5 Prozent der Tiere erreichen in Gegenden mit vielen Feinden das brutfähige Alter. Um ihr Nationaltier zu schützen, rufen Aktivisten Hundebesitzer dazu auf, ihre Tiere anzuleinen, und statten Kiwis mit Sendern aus, um ihre Aktivitäten überwachen zu können. Die Sender helfen auch Reisenden dabei, auf die Vögel bei speziellen Kiwi-Touren einen Blick zu erhaschen.

Kiwi im Rainbow Springs Nature Park, Neuseeland Rundreise

Der Kiwi und die Kiwi

Kennen Sie die Chinesische Stachelbeere? Nein? Doch, tun Sie – nur unter dem Namen Kiwi. Diesen Namen verdankt die Frucht einer Marketingstrategie aus dem Jahr 1959 und sollte die Früchte bezeichnen, die in Neuseeland angebaut wurden. Denn typisch neuseeländisch ist eben alles, was Kiwi heißt. Form und Farbe der Frucht sind auch gar nicht so verschieden von denen des Tiers. Da der Name allerdings nicht geschützt wurde, nennen wir jede Chinesische Stachelbeere Kiwi.
Keine Frage, der Kiwi ist aus Neuseeland überhaupt nicht wegzudenken!

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